Good News
Das weltweit führende Forschungszentrum für Nanoelektronik und digitale Technologien, imec, errichtet ein neues Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg. Die Gründung des Advanced Chip Design Accelerators (ACDA) wurde auf der Hannover Messe 2025 bekannt gegeben. Ziel ist die Entwicklung hochmoderner Chiplet-, Packaging-, Systemintegrations-, Sensor- und KI-Technologien für die Automobilbranche.
Das neue Zentrum ist Teil des imec Automotive Chiplet Program (ACP) und ergänzt das bestehende Forschungsangebot im Bereich Automotive. Es soll die Automobilindustrie dabei unterstützen, Risiken zu minimieren und die Produktion von Automobil-Chiplets zu beschleunigen.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte die Bedeutung der Partnerschaft: „Wir freuen uns, imec als hochinnovative Forschungseinrichtung mit ihrem neuen Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg willkommen zu heißen. Als eine der innovativsten Regionen der Welt mit einer starken Automobilindustrie und hoher Fachkompetenz in Künstlicher Intelligenz passen Baden-Württemberg und imec perfekt zusammen.“
Die Zusammenarbeit basiert auf einer im vergangenen Jahr unterzeichneten Absichtserklärung zwischen Baden-Württemberg und Flandern, die eine engere Kooperation im Bereich Mikroelektronik vorsieht. Die Ankündigung erfolgte im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft und Industrie sowie der politischen Spitze beider Regionen.
Das neue Kompetenzzentrum ist Teil der Chip-Design-Strategie Baden-Württembergs und in die Strategie der Europäischen Kommission zur Stärkung der digitalen Souveränität eingebettet. Das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg finanziert das Zentrum mit 40 Millionen Euro über fünf Jahre. Standort ist der Innovationspark Künstliche Intelligenz (IPAI) in Heilbronn. Chiplet-Technologie spielt eine zentrale Rolle im Wandel der Automobilbranche hin zu effizienteren Rechenarchitekturen. Sie ermöglicht leistungsfähige Anwendungen für autonomes Fahren und ein verbessertes Nutzererlebnis. Die modulare Bauweise reduziert Stromverbrauch, Entwicklungszeit und Kosten.
Zusätzlich investiert Baden-Württemberg fünf Millionen Euro in die Etablierung einer Geschäftsstelle sowie eine Anschubfinanzierung wissenschaftlicher Kooperationen unter Federführung der Fraunhofer-Gesellschaft. Ziel ist der Aufbau eines leistungsfähigen Chip-Ökosystems, das die Innovationskraft der Region weiter stärkt.
Die Initiative trägt auch zur Umsetzung der strategischen Ziele der Europäischen Kommission bei, darunter die Gründung der Europäischen Allianz für vernetzte und autonome Fahrzeuge.
Quelle: Pressemitteilung Staatsministerium Baden-Württemberg